Samstag 11. Februar 2023 um 17h
Che si puó fare - Barbara Strozzi im Licht ihrer Zeit

Im Zentrum des Programms steht die wenig bekannte Sängerin und Komponistin Barbara Strozzi. Sie wurde 1619 in Venedig geboren und wuchs in einer der, neben den Medici, bedeutendsten venezianischen Familien auf. Ihr Vater Giulio Strozzi war ein bekannter Librettist und gründete eigens für die Förderung seiner Tochter eine Akademie. Sie verkehrte in den wichtigsten kreativen Kreisen Venedigs und nahm unter anderem Unterricht bei Francesco Cavalli (1602-1676) und Antonio Cesti (1623-1669). Barbara Strozzi hat Zeit ihres Lebens mehr als 125 Vokalwerke komponiert, trug massgeblich zur Entwicklung der Kantate bei und entwickelte eine eigene Klangsprache die es sich zu entdecken lohnt. Die Stückauswahl konzentriert sich vornehmlich auf ihr Schaffen. Ihre beiden Zeitgenossen und Lehrer werden ihr dabei zur Seite gestellt um ihren Werken einen zeitlichen Kontext zu verleihen. 

Tauchen Sie also gemeinsam mit der gebürtigen Zürcherin, Sarah Kollé (Sopran) und dem Basler Ensemble rund um Ekachai Maskulrat (Violoncello) ein in das musikalische Venedig des 17. Jahrhunderts und lernen Sie eine einzigartige Komponistin der ersten Stunde kennen. 

 

Sarah Kollé, Sopran

Beatriz López Paz, Violine

Cornelia Demmer, Laute

Ekachai Maskulrat, Violoncello

 

Dauer: 70'

Haus zum Rüden

Limmatquai 42

Lassen Sie sich bei einem Galadiner im Anschluss an das Konzert von der Küche des Hauses kulinarisch verwöhnen. Preis für ein Dreigang-Menü CHF 60 (ohne Getränke)

Barbara Strozzi (1619-1677) ist der Abend gewidmet. Ich freue mich sehr, dass er im Saal aus den 1660er Jahren stattfindet, welcher ja noch aus der Lebenszeit der Venezianerin stammt. Die Verbindungen zwischen Limmatathen und der Lagunenstadt waren intensiv. Der Constaffler Johann Rudolf Werdmüller (1614-1677), ein nahezu exakter Zeitgenosse Barbara Strozzis, kommandierte ein Zuribärner Regiment in venezianischen Diensten. Johann Rudolf Wermüller verbachte hier, in diesem Saal, viele Stunden in guter Gesellschaft. Zu dieser zeitlosen guten Gesellschaft gehören Joachim Müller-Crépon und Alexander Boeschoten. Sie bringen mit dem ersten Zunftkonzert 2023 erneut Freunde und Freundinnen gepflegter Musik ins Haus zum Rüden, zu einem Programm, das den Constaffelsaal einmal mehr dazu macht, wozu er gebaut worden ist, zu einem Ort der Kultur.

 

Jürg Stüssi-Lauterburg

Constaffelherr