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Ensemble Sthélios

Carmit Natan, Sopran

Marine Fribourg, Mezzo-Sopran

Lathika Vithanage, Elena Abbati, Violine

Sara Gómez Yunta, Viola

Carla Rovirosa Gualls, Violoncello

Nicolas Venner, Cembalo und musikalische Leitung

 

Leidenschaften und heroische Schicksale zur Barockzeit 

 

«Chez nous la comédie est le spectacle de l’esprit, la tragédie celui de l’âme, l’opéra celui des sens» (Jean le Rond d’Alembert in De la liberté de la musique, 1759). Die Oper - das Spiel, das alle Sinne berührt! Wie keine andere ist die Barockzeit die Epoche des dramatischen Ausdrucks, den die Musik in dieser neuen Gattung zu Höhepunkten führt. Helden und Heldinnen, antike und biblische, betreten die Bühne. Die Musik überhöht ihre Rede, indem sie die Worte in allen Nuancen nachzeichnet und ausdeutet. 

 

Philosophen, Theoretiker, Ärzte suchen die Leidenschaften rational zu erfassen und zu ordnen. Der «Catalogue des passions de l’âme» (erschienen postum 1727) von Charles Lebrun, dem berühmten Ausstatter von Versailles, insbesondere des Spiegelsaals, ist ein wunderbares Beispiel für die Wirkung der Leidenschaften auf die menschlichen Gesichtszüge. Diese Seelenzustände, die die dramatische Heldin, den Helden überwältigen, sollen in der Oper Zuschauer und Zuhörerinnen gleichermassen bewegen und in den Bann ziehen.

 

Das Ensemble Sthélios lädt ein, dem Faden der Ariadne durch das Labyrinth der Seele zu folgen und Momente ausserordentlicher Frauenschicksale zu teilen. Koketterie, aufrichtige Freude, Bewunderung, Zärtlichkeit, leidenschaftliche Liebe, Eifersucht, Wahnsinn, Schmerz und Verzweiflung: Wir erleben sie, die ganze Gefühlswelt in Musik an der Schwelle des 17. zum 18. Jahrhundert, in Opernarien und Instrumentalwerken von Händel, Vivaldi, Lully, Purcell, Campra und Telemann.

Haus zum Rüden

Limmatquai 42

Samstag 29. Februar 2020 um 17 Uhr

Lassen Sie sich bei einem Galadiner im Anschluss an das Konzert von der Küche des Hauses kulinarisch verwöhnen. Preis für ein Dreigang-Menü CHF 60 (ohne Getränke)

Willkommen im Haus zum Rüden!

 

Das Haus der Constaffel stammt, wie die Gesellschaft selbst, aus dem 14. Jahrhundert. Der Constaffelsaal darin wurde 1659-1673 gebaut und geschmückt, zu Lebzeiten von Charles Lebrun also, des Autors des «Catalogue des passions de l’âme». Was würde näher liegen, als die musikalische Gefühlswelt der Schwelle des 17. zum 18. Jahrhundert in solch kongenialer Umgebung erklingen zu lassen? Die Zunftkonzerte von Joachim Müller-Crepon und Alexander Boeschoten, das Ensemble Sthélios unter Leitung von Nicolas Venner könnten auf dem Rüden willkommener nicht sein! Ich wünsche ihnen und uns allen einen unvergesslichen Abend!

 

Jürg Stüssi-Lauterburg, 

Constaffelherr