Konzert am Hof der Medici

Ensemble Sthélios

Samstag 12. Februar 17h

Haus zum Rüden, Limmatquai 42

Florenz um 1700 - In der blühenden Stadt der Medici florierten die Künste und die Wissenschaften. Auch dank des schützenden Mäzenatentums der mächtigen Bankiersfamilie als prestigeträchtiges Aushängeschild ihrer Macht.

Ab 1580 entwickelten sich die Camerate, ein Kreis von Gelehrten, welche sich für die Antike begeisterten und davon träumten, dass ihre humanistischen Werte die Welt der damaligen Zeit bestimmen würden. Diese Intellektuellen begeisterten sich in erster Linie für das antike Theater - ein totales Spektakel - und die strukturelle und expressive Verbindung zwischen Text und Musik. Aus diesen Cameraten entstand eine komplett neue Art Musik zu schreiben, welche uns heute bestens vertraut ist: eine Melodie, die von einem Harmonieinstrument begleitet wird. 

Daraus entstand auch das Musiktheater, die Oper, gleich zu Beginn des 17. Jahrhunderts. 

Orpheus, der auf seiner Leier singt, wird zu einer Ikone der Verkörperung der Kräfte der Musik. Durch seinen Gesang kann er die Steine und sogar den König der Unterwelt bewegen: Die ersten drei Opern, die jemals geschrieben wurden, sind daher ihm gewidmet. Diese Ausdruckskraft wurde zu einer Quelle der Inspiration für die Komponisten, die die größten Dichter der Zeit vertonten (Il Tasso, Ariosto, Guarini, Petrarca).

Die intime und barocke Atmosphäre des Rüden-Saals ist besonders geeignet, uns zu einem dieser "happy few" einzuladen. Mit dem Ensemble Sthélios schlüpfen wir unter sie und lassen uns von dieser "göttlichen" Musik einnehmen.

 

Werke von Monteverdi, D'India, Caccini, Luzzaschi, Storace…

Dauer: 70'

 

Ensemble Sthélios 

Jeanne-Marie Lelièvre, Sopran

Marine Fribourg, Mezzosopran

Carla Rovirosa, Violoncello

Jérémy Nastasi, Theorbe und Gitarre

Nicolas Venner, Cembalo und musikalische Leitung

Lassen Sie sich bei einem Galadiner im Anschluss an das Konzert von der Küche des Hauses kulinarisch verwöhnen. Preis für ein Dreigang-Menü CHF 60 (ohne Getränke)

Im fünften Jahr sind sie unterwegs, die Zunftkonzerte. Die Römer nannten ein Jahrfünft Lustrum und begingen es mit Feiern, mit Musik. Joachim Müller-Crépon und Alexander Boeschoten, die Pioniere der Zunftkonzerte, führen über das Ende des Lustrums so hinaus, wie sie begonnen haben. Sie erfüllen die Zunftstuben Zürichs mit Musik und Gesang. Die Bewohner des antiken Turicum würden sich verstanden fühlen! Die Florentiner der Zeit eines Giulio Caccini (1551-1618), eines Galileo Galilei (1564-1642) hätten ihre Freude daran! Wer skeptisch ist, lasse sich von Nicolas Venners Ensemble Sthélios entführen in die Zeit der Medici und überzeuge sich selbst. Das Haus zum Rüden steht genau für solche Abende an der Limmat. Herzlich willkommen

 

Jürg Stüssi-Lauterburg

Constaffelherr